Abwasser, Abfallentsorgung, Straßenreinigung, Schornsteinfeger oder Rundfunkbeitrag: Für viele Dienstleistungen rund ums Wohnen zahlen Haushalte in Deutschland oft hohe Nebenkosten. Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hat die Wohnnebenkosten in den 16 deutschen Landeshauptstädten untersucht. Das Ergebnis: In Saarbrücken ist Wohnen am teuersten.
Saarbrücker Haushalte zahlen im Schnitt 2.196 Euro Nebenkosten pro Jahr. In München sind es nur 1.643 Euro. Vor allem die Grundsteuer, die Grunderwerbsteuer und weitere staatliche Gebühren treiben die Kosten in die Höhe. Private Haushalte haben dadurch weniger Geld zur Verfügung. Der Steuerzahlerbund kritisiert, dass viele Kommunen ihren Spielraum zur Entlastung der Bürger nicht ausreichend nutzen. Wohnen wird gerade in den Metropolen immer teurer.
Große regionale Unterschiede
Für das Ranking wurde ein Musterhaushalt mit drei Personen in innerstädtischer Lage untersucht. Dabei zeigen sich große regionale Unterschiede. In Potsdam, Hamburg oder Stuttgart ist die Straßenreinigung kostenfrei. In Wiesbaden zahlen Bürger dafür rund 182 Euro im Jahr. Auch bei den Abfallgebühren und Trinkwasserpreisen gibt es ähnliche Unterschiede.
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